EU-Auslandspraktikum

EU-Auslandspraktikum

Erweitern Sie den Horizont Ihrer Auszubildenden

Neue Eindrücke, eine andere Sprache, andere Kulturen, andere Arbeitsweisen: Ihre Auszubildenden sind nach einem EU-Auslandspraktikum neue Menschen. Davon sprechen die bisherigen Erfahrungen in Unternehmen, die seit langem ihre Auszubildenden für ein Praktikum in Ausland senden:

Schauen Sie sich auf der Seite des Europäischen Bildungsverbund e.V. die aktuellen Möglichkeiten für ein EU-Auslandspraktikum an.

 
Ihre Ansprechpartnerin hierfür ist Jacqueline Sell.

Erfahrungsbericht: Felix Neuling | Tischler
Malta 01.09.–29.09.2019

Felix NeulingAls ich Anfang dieses Jahres von meiner Berufsschullehrerin erfahren habe, dass man auch als Tischler-Azubi ein Auslandspraktikum machen kann, war für mich klar, dass ich diese Chance nicht verpassen sollte. Auf der Internetseite des Europäischen Bildungsverbundes habe ich dann erfahren, dass ich mein Praktikum sogar auf Malta machen kann und damit war meine Entscheidung dann endgültig gefallen.

Am Sonntag den 1.9. bin ich dann auch schon nach Malta geflogen und hatte bei meiner Ankunft direkt traumhaftes Wetter, welches sich auch über den ganzen Monat meines Aufenthaltes nicht geändert hat. Mit meiner Gastfamilie und meinen italienischen Mitbewohnern habe ich mich direkt sehr gut verstanden und habe dadurch, obwohl ich allein nach Malta gekommen bin, keinen Nachmittag allein verbracht.

Durch das gut ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz auf Malta war es auch kein Problem, am Wochenende die gesamte Insel und die zwei Nachbarinseln zu erkunden und in der Woche zur Arbeit zu gelangen.

Die Firma, für die ich während des Aufenthaltes gearbeitet habe, heißt „Domestica Ltd.“. Dort habe ich mitgeholfen, Holztüren, Fenster und Möbel herzustellen und obwohl die Arbeitssicherheit nicht ganz auf den gewohnten Standards war, hat die Zusammenarbeit in dem zwanzig Mann starken und international geprägten Team sehr viel Spaß gemacht. Ich konnte einiges an Fachwissen und neuen Techniken mitnehmen und habe viele interessante Leute kennengelernt.

Meine Freizeit habe ich am liebsten am Strand verbracht, welcher auf Malta zum größten Teil aus Felsen besteht, aber trotzdem sehr schön ist. Wellensurfen war an einigen Tagen auch möglich und an den Wochenenden, an denen es keine Wellen gab, konnte man immer noch Windsurfen oder mit einem Stand Up Paddleboard die Küste von Malta erkunden.

Abschließend kann ich auf jeden Fall sagen, dass ich meinen Aufenthalt sehr genossen habe und jedem empfehlen kann so etwas selbst mal auszuprobieren.

Erfahrungsbericht: Nico Siersleben | Fachkraft für Lagerlogistik
Dublin (Irland) 31.08.–29.09.2019

Copyright: Nico SierslebenMein Name ist Nico Siersleben und ich bin 20 Jahre alt. Zurzeit befinde ich mich im 3.Lehrjahr meiner Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik. Das Auslandspraktikum war im Zeitraum vom 31.08.2019 – 29.09.2019.

Meine Gastfamilie war eine sehr freundliche, hilfsbereite und aufgeschlossene Familie. Es gab immer was zu erzählen, wir machten einige Unternehmungen und die Verpflegung war auch sehr gut. Einige Unternehmungen waren zum Beispiel ein Howth-Küstenbesuch oder auch ein Besuch zum Musikauftritt eines Familienmitgliedes. Zur Familie gehörten auch zwei Hunde, was für mich als Hundefreund gar kein Problem darstellte. Das Haus meiner Gastfamilie befand sich im Stadtteil Inchicore. Das Stadtzentrum war gut mit einem Fußmarsch oder mit dem Bus zu erreichen.

Mein Praktikumsplatz befand sich in County Kildare in der „Rye River Brewing Company“. Mit dem Bus stellte der Weg dorthin genauso kein Problem dar. Dort wurde ich ebenfalls freundlich aufgenommen und bekam auch unterschiedliche Aufgaben. Das Arbeitsklima war angenehm und es war ein guter Betrieb. Zu meinen Aufgaben gehörten zum größten Teil das kontrollieren der Bestände, da erst in naher Zukunft auf Scanner umgestellt wird, war das eine wichtige Aufgabe, die sorgfältig erledigt werden musste. Desweiterem durfte ich mit den Stapler Güter transportieren und wirkte auch an Prozessoptimierungen mit, indem einige Lagerplätze neu strukturiert wurden, sodass langes suchen von z.B. Verkaufsverpackungen nun ein Ende hat. Jeder Artikel bekam sein eigenen Platz zugewiesen und die Bestände wurden bereinigt, dies gilt auch als Vorbereitung für die Umstellung auf den Scanner. Zudem lernte ich auch ein weiteres Warenwirtschaftsprogramm namens „Sage200“ kennen und konnte meine Kenntnisse in Excel anwenden und weiter ausbauen.

Dank diesen Erfahrungen konnte ich mein Know-how fachgerecht erweitern und es wird ein positiven Einfluss auf meine zukünftige Entwicklung in Bezug auf die Logistik haben. Ich hatte eine sehr schöne Zeit in Irland, denn ich konnte nicht nur meine Englischkenntnisse verbessern, sondern erlebte auch eine Menge. Am meisten beeindruckt war ich von der wunderschönen Natur und Orte wie die Cliffs of Moher oder den Giants Causeway. Es war eine gute Idee auch sich etwas außerhalb von Dublin umzusehen. Jedoch ist Dublin auch eine sehr schöne Stadt, in der man eine Menge erleben und sehen kann. Hier beeindruckte mich unteranderem das schöne Trinity College mit am meisten. Ich werde immer sehr positiv an die Zeit zurückdenken und bin sehr dankbar dafür, dass mir die Chance gegeben wurde, dies erlebt haben zu dürfen.

Erfahrungsbericht: Jessica Johannemann | Industriekauffrau
Belfast (Nord-Irland) 18.08.-06.09.2019

Copyright: Jessica JohannemannHi,
mein Name ist Jessica Johannemann (22) und ich war für drei Wochen in Belfast, Nordirland um dort über Erasmus + ein Auslandspraktikum zu absolvieren.

Am Anfang war ich sehr unsicher, ob es die richtige Entscheidung war, weil mein Englisch nicht das Beste ist und alleine drei Wochen in einem fremden Land zu sein, hörte sich für mich sehr lange an. Doch ich wollte es ausprobieren, um zu schauen, ob es für mich vielleicht doch ganz interessant sein werden könnte.

Nach diesen drei Wochen bin ich wirklich positiv überrascht. Ich habe mich viel zu viel verrückt gemacht und ich bin stolz auf mich, dass ich es durchgezogen habe.
Ich lebte in einer sehr netten Familie, die jeden Abend gutes Essen gekocht hat und wohlgefühlt habe ich mich dort auch sehr. Mit meiner Firma war ich auch sehr zufrieden. Ich wurde viel rumgeschickt, damit ich vieles von Belfast erkunden konnte. Ebenfalls musste ich viele Bilder für Instagram, Facebook etc. schießen und an verschiedenen Seminaren und Kursen wie z.B. von Apple teilnehmen. Man hat einfach jeden Tag gemerkt, dass meine Chefin gerne möchte, dass ich vieles in den drei Wochen lerne und sehe.

Mit den verständigen hatte ich am Anfang ein wenig Schwierigkeiten, da die Nordirländer einen irischen Akzent in ihrer Aussprache besitzen. Doch ich merkte von Tag zu Tag wie ich damit besser klar gekommen bin. Am Anfang war man immer etwas schüchtern, wenn man angesprochen wurde, weil man automatisch im Kopf mit der Übersetzung begonnen hat. Doch nach kürzerer Zeit kam einem das Englisch sprechen gar nicht mehr fremd vor.

Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen englische Filme zu gucken und englische Bücher zu lesen, da ich sehr daran interessiert bin die englische Sprache noch besser zu beherrschen.

Nordirland ist wirklich schön, besonders zum Wandern. Ebenfalls gibt es dort viele Sightseeing Touren. Ein Tag bin ich mit den Bus nach Dublin gefahren und habe mich dort mit meiner Arbeitskollegin getroffen. Das andere Wochenende habe ich mich für eine Giant´s Causeway Tour angemeldet, die ich nur empfehlen kann. Es war so, so schön dort.
Ich kann nur sagen, wenn man darüber nachdenkt, ein Auslandspraktikum zu machen, sich aber unsicher ist und nicht ganz zu 100 Prozent dahinter steht, sollte man es trotzdem ausprobieren. Ich hatte immer den Gedanken, wenn es ganz schrecklich werden sollte, kann ich jederzeit nach Hause fliegen, doch diesen Gedanken hatte ich seit dem ersten Tag nicht mehr.

Diese drei Wochen sind wirklich sehr schnell vorbei gegangen und ich kann es nur jeden empfehlen die Chance zu nutzen.

Erfahrungsbericht: Jennifer Loska | Kauffrau für Büromanagement
Granada (Spanien) 18.08.-31.08.2019

Mein Auslandspraktikum fing damit an, als meine Geschäftsleitung mich fragte, ob ich Interesse an einem Auslandspraktikum habe. Als kleines „Benefit“ dürfte ich mir für zwei Wochen die Arbeitsweisen in einem anderen Land anschauen.

Am 18. August 2019 bin ich schon früh morgens von Köln nach Malaga geflogen, in Malaga angekommen, hatte mich ein Mitarbeiter von Europroyectos abgeholt und mich in das 1,5h entfernte Granada gebracht. Gegen Mittag angekommen, habe ich zunächst meine Sachen ausgepackt und bin direkt die Stadt erkunden gegangen, bevor am Montag der erste Arbeitstag anstand.

Der neue Morgen war vor der Tür, es ist Montag und ein Koordinator von Europroyectos hat mich an meinem ersten Arbeitstag begleitet. Um 8.30 Uhr sollte ich bei meiner Firma „Best Life Experience“ auftauchen. Das Unternehmen organisiert und veranstaltet unterschiedliche Reisen oder Events für Erasmus-Studenten, welche für das Semester nach Spanien kommen. Mein erster Arbeitstag war recht gemütlich, es gab nur eine kurze Einweisung und am nächsten Tag sollte ich dann wiederkommen. Diesen „freien“ Tag habe ich ausgenutzt und habe eine „Willkommens-Tour“ durch Granada gemacht, am meisten gefallen haben mir die kleinen geschmückten Gassen mit dem spanischen Flair. Aufgrund der Hitze am Mittag, sind nur vereinzelt Menschen auf den Straßen, somit wirkten die ganzen alten Gebäuden und Gassen noch viel schöner. Das Leben in Granada beginnt abends, ab 22 Uhr kommen die Menschen aus ihren Häusern, fangen an in Restaurant zu essen und zu trinken. Viele verschiedene Sänger liefen herum und spielten Gitarre und sangen dabei spanische Lieder.

Der nächste Tag: meine Arbeitsschicht beginnt um 16 Uhr und endet um 20 Uhr. Eine meiner täglichen Aufgaben war es, Verkaufsstatistiken zu erstellen und diese mit den vergangenen Jahren zu vergleichen. Ebenfalls mussten Erinnerungsmails an die Studenten verschickt werden, da verschiedene Unterlagen wie z. B. Personalausweisnummer etc. noch fehlten. Auch die Pflege von den Social-Media Account lag in meiner Hand. Öfters ging es dann mit den neuen Studenten abends zur Tapas-Night, damit diese sich besser kennenlernen und man ihnen gegebenenfalls in anderen Hinsichten wie z. B. Wohnungssuche oder bei der Übersetzung helfen kann. An weiteren Events, wie z. B. einem Stadtrundgang durfte ich meine Arbeitskollegen begleiten und den spannenden Erzählungen zur Stadt Granada zuhören.

Am Wochenende habe ich einen Trip nach Malaga gewagt um auch dort die große Stadt zu erkunden. Durch Zufall konnte ich dort den traditionellen Bullen-Spiele von Spanien zuschauen. Dies war zwar Interessant zu erfahren, war aber einer meiner schlimmsten Momente dort. Wenn man mit dieser Tradition nicht aufgewachsen ist, bleibt das für
„Nicht-Einheimische“ ein brutales Ritual. Dafür könnte man sich aber an dem schönen langen Strand endspannen. Am Sonntagabend zurückgekehrt, fing am Montag wieder meine Arbeit mit meinen üblichen Aufgaben an.

Alles in einem war das Auslandspraktikum einer meiner besten und erfahrungsreichen Erlebnisse. Die Leute in Spanien sind alle sehr herzlich und entspannt. Die Arbeitsweise unterscheidet sich, indem die Spanier später mit der Arbeit anfangen und auch eine mehr Stündige Siesta am Mittag haben. Das Arbeitspensum ist auch geringer als hier in Deutschland. In Spanien verdienen die Menschen zwar weniger Geld als in Deutschland, aber sie wirken für mich viel entspannter und glücklicher. Leider gingen die zwei Wochen viel zu schnell um. Wenn ich nochmal die Möglichkeit hätte an einem Auslandspraktikum teilzunehmen, würde ich diese Chance auch direkt nutzen und es jedem anderen empfehlen.

Erfahrungsbericht: Jack Beckmann | Fertigungsmechaniker
Ballina (Irland) 22.06.-20.07.2019

Copyright: Jack BeckmannHallo, ich heiße Jack und habe mein Auslandspraktikum in einer kleinen, aber mit großer Reichweite, metallverarbeitenden Firma, in Irland gemacht.

Mein Auslandspraktikum begann mit der Ankunft in Dublin, wo ich freundlich von meiner Ansprechpartnerin in Irland in Empfang genommen und gleich auf ein echt irisches Frühstück eingeladen wurde. Danach nahm ich den Bus um in den Aufenthaltsort Ballina im Westen zu fahren. Dort angekommen, konnte ich mich erstmal von der Anreise erholen und ein wenig schlafen. Meine Unterkunft war eine Bead & Breakfast Pension, ungefähr einen Kilometer entfernt vom Stadtzentrum und direkt an der Hauptstraße liegend. Ich hatte mein eigenes Zimmer, mit kleinem Bad, und Zugang zu einer Gemeinschaftsküche.

Am Montag wurde ich dann von meinem Chef (für die nächsten vier Wochen) abgeholt und zum Betrieb gebracht. Dort habe ich dann direkt eine Besichtigung der Firma bekommen und mir wurden die verschiedenen Maschinen gezeigt und erklärt. Zunächst habe ich aber erst einmal allen über die Schulter geschaut und bei kleineren Sachen geholfen.

Ab dem dritten Tag sollte ich schließlich eigenständig arbeiten und fing an, Werkstücke an der Drehmaschine zu bearbeiten. Ich bekam sogar ein eigenes Projekt, an dem ich in den vier Wochen arbeiten sollte, was das entwickeln und fertigen beinhaltete. Außerdem habe ich im Bereich der Produktion mitgeholfen und durfte Teile und Baugruppen für größere, aber auch kleinere Firmen herstellen. Darunter waren Teile für die Autos, Fenster und Türen oder auch für die Landwirtschaft. Diese wurden an großen Stanzmaschinen hergestellt, aber vorher musste ich diese reinigen und das Werkzeug aufspannen. So kam ich von Tag zu Tag immer besser zurecht und auch mein Englisch hatte sich sichtbar verbessert. Das brachte mich dazu, meine Ideen und Vorschläge den anderen zu erklären und gab mir so auch die Möglichkeit diese umzusetzen.

An meinen Wochenenden habe ich Ausflüge in weiter entfernte Städte gemacht. Am ersten Wochenende bin ich direkt nach Belfast gefahren und habe das Titanic Museum besucht, die Stadt erkundet und eine Stadtrundfahrt gemacht. Nebenbei habe ich auf der Hin- und Rückfahrt die Landschaft von Irland kennenlernen können. Das zweite Wochenende habe ich einen Tagesauflug nach Dublin gemacht und auch dort zunächst eine Stadtrundfahrt gemacht, um zu sehen was ich den Tag über machen könnte. Ich habe mich dann schließlich dazu entschieden, eine Besichtigung im Guinness Storehouse zu machen. Am letzte Wochenenden habe ich dann in Gallway die Zeit verbracht und eine Tour zu den Aran Islands gemacht.

Zusammenfassend für das ganze Praktikum, kann ich im großen und ganzen nur sagen, dass es eine der besten Erfahrungen in meinem Leben war und ich es jederzeit wieder machen würde. Ich habe neue Leute kennengelernt, mein Englisch verbessert und ein neues Land besucht.

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